Mittwoch, 10. Juni 2015

how moths helped me to get a fashionable vest

Vor einigen Tagen, es war mal wieder frühsommerlich kühl, beschloss ich einen meiner ältesten Blazer anzuziehen. Also holte ich ihn aus dem Schrank, zog ihn über und er passte wie vor 20 Jahren. So weit, so gut. Nur dann machte ich beim Drehen und Wenden vor dem Spiegel eine sehr unangenehme Entdeckung. Auf der Rückseite eines Ärmels befand sich ungefähr in Schulterhöhe ein kleines Loch. Da ich mich nicht an irgendeinen "Unfall" mit der Jacke erinnern konnte, gab es nur eine plausible Erklärung: Motten! ICh konnte zwar keine weiteren Schadensfälle finden, aber ich bin nicht der Mensch, der sich in einer Jacke mit Loch (zwar nur ca. 1/2cm² groß) wohlfühlt oder das gar ignorieren könnte. So habe ich erst mal einen Stopfversuch unternommen. Betonung liegt hierbei auf "Versuch". Jetzt sah man den Schaden besser als vorher. Was nun? Aufgeben wollte ich nicht, da werd´ ich hartnäckig, wenn es um Dinge geht von denen ich mich nicht trennen will. Ja und dann kam die rettende Idee: Ärmel raus! Lange Westen sind doch sowieso gerade das große Ding. Flugs zum Trennmesser gegriffen, Ärmel abgetrennt, alles (von Hand!) wieder ordentlich verschlossen und voilà, meine neue, alte Weste. Den Schrank werde ich aber jetzt ausräumen, gründlichst reinigen und mit Lavendel bestücken, denn noch mehr "Motten-generierte" Westen brauche ich nicht.








Weste war einmal eine Jacke (Windsor)
Bluse H&M Trend
Rock Zara
Schuhe Converse
Brille See Concept



Samstag, 6. Juni 2015

gingham and the normal madness of a hot day

Gestern ist der Sommer endlich auch hier angekommen. Yippie!!! Aber dann treibt er mich beim ersten Auftauchen auch immer in einen kaum vorstellbaren Anzieh.Wahnsinn. Mein erster Gedanke morgens ist also: toll, warm, also raus mit den Sommersachen, rein in etwas ultimativ sommerliches. Dann der zweite Gedanke: ich hab´nichts anzuziehen, was habe ich eigentlich letztes Jahr bei Hitze getragen? Verzweiflung! Jetzt Gedanke Nummer drei: ich brauche was Neues, unbedingt, jetzt, sofort! Kurzes Innehalten: okay, erst mal in den Keller gehen und gucken, was dort noch an Sommersahen vom letzten Jahr hängt. Gedacht, getan. Im Keller hängt genug, das reicht für die nächsten Jahre auch noch bei nüchterner Betrachtung und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Hitzephasen hier doch eher die Ausnahme sind. Dann zieh´ich also irgendwas Luftiges aus meinem Fundus an und schon erreicht mich der nächste Geistesblitz. Ich sollte mich so oft wie möglich umziehen, damit möglichst viele meiner Sommerkleider die Gelegenheit haben, das Tageslicht zu sehen. Ich gebe zu, das grenzt jetzt schon sehr nah an Wahnsinn. Aber ich bin so ein totaler Fan von Temperaturen jenseits der 25°C- Marke (nach oben), dass ich schon traurig bin, dass es so bald vorbei sein wird, bevor es überhaupt angefangen hat.
Schlussendlich habe ich dann gestern meinen Gingham-Karo-Rock, den ich schon im April in Nizza gekauft habe, ausgeführt, aber abends für den Garten habe ich mich dann doch noch mal umgezogen.







 Bluse Zara
Rock Morgan
Schuhe Via Maestra
Tasche Nicoli
Brille Ray Ban

weil der Abend so schön war, ein Bild aus unserem beleuchteten Garten

Montag, 1. Juni 2015

passport photos - big dislike

Vor einigen Tagen stellte ich beim Durchsehen meines Portmonnaie-Inhaltes fest, dass dringend ein neuer Personalausweis fällig ist. An sich ja nichts Schlimmes, wenn da nicht die Notwendigkeit neuer Passfotos wäre. Nicht, dass mein bestehender Ausweis von einem besonders guten Bild meiner selbst geziert würde. Ganz im Gegenteil, dieses Foto sieht aus als käme es direkt von einer Fahndungsliste. Aus diesem Grund hätte ich für die nächsten 10 Jahre gern mal etwas Ansehnlicheres. Da die Zeit drängt und ich in Paris für meinen Metropass in einer Fotobox mal ein recht gutes Ergebnis erzielt hatte, dachte ich am Samstag ich könnte das Ganze in einer Box in unserer Stadt wiederholen. Welch ein grandioser Irrtum! Völlig erstarrt in Erwartung des Auslösers habe ich regungslos in die Kamera geblickt, angewiesen von einer humorlosen Ansage, die mich jedes Mal darum bat die (nicht vorhandene) Kopfbedeckung abzunehmen, bitte auf gar keinen Fall zu lächeln, mich nicht zu bewegen und geradeaus zu sehen. Dann kam noch ein emotionsloses "jetzt geht´s los" und das war´s. Ich habe mir 3 Versuche gegönnt. Den letzten ließ ich ausdrucken. Als wir aus der Stadt nach Hause fuhren zeigte ich meinem Mann die neuen Passfotos. Der warf einen Blick drauf und fragte mich dann, ob ich die tatsächlich verwenden wolle. Ich meinte warum denn nicht, woraufhin er mir riet meine Brille aufzusetzen. Was ich dann auch tat und mein namenloses Entsetzen hätte kaum größer sein können. Das war das Grauen in Farbe! Ich, mit schreckensweit geöffneten Augen, die irgendwie schon leicht irre in die Kamera starrten. Ich hatte in der Box solche Angst zu blinzeln, weil ich dachte, dann habe ich hinterher 4 Fotos mit geschlossenen Augen, was auch blöd gewesen wäre. Wie dem auch sei, diese Fotos habe ich umgehend zerrissen. Jetzt mussten Neue her und da ich ja inzwischen stolzer Besitzer eines Stativs und eines Fernauslösers für meine Kamera bin, habe ich mich heute selbst an die Arbeit gemacht. Tja, ich habe bestimmt 50 Aufnahmen gemacht, aber so richtig glücklich bin ich mit keiner. Habe dann alle, die einigermaßen gingen, mit der biometrischen Schablone (sowas Feines gibt´s online) in die vorschriftsmäßige Form gebracht. Mag es am fortgeschrittenen Alter liegen, oder an dem Gedanken, dass mich ein solches Bild soooo lange begleitet, oder an der vorgeschriebenen Haltung, ich sehe immer noch merkwürdig starr aus, obwohl ich mir schon ganz kühn die Andeutung eines Lächelns erlaubt habe. Ganz abgesehen davon, lässt eine so brutal ausgeleuchtete Porträtaufnahme einen ohnehin um Jahre altern. Bei Durchsicht der Fotos habe ich mich echt gefragt, wie ich ohne Hilfe eines Chirurgen je wieder unter Menschen gehen kann. Ich sehe auf den wunderbar Bildschirm füllenden Aufnahmen aus wie 100! Auf Passbildgrösse geschrumpft relativiert sich das ganze zum Glück wieder. Dem Himmel sei Dank! Wie gut, dass man sich dieser Prozedur nur alle 10 Jahre stellen muss. Geht das nur mir so oder mögt ihr eure Passbilder?
Auf jeden Fall wünsche ich allen eine erfreuliche Woche und hoffentlich etwas Sommer!






Donnerstag, 28. Mai 2015

checks and textured flowers

Das hier, man kann es kaum glauben, ist mein allererstes Karohemd und dazu noch eins aus Flanell. Keine Ahnung, warum ich so lange gebraucht habe, um auf den Komfort und auch den modischen Aspekt dieses Klassikers aufmerksam zu werden. Gekauft habe ich es im Dezember letzten Jahres in Paris, wo mir permanent kalt war. insofern ist es natürlich fast schon ein schlechter Scherz es jetzt nahe des metereologischen Sommeranfangs, aus dem Schrank zu holen. Aber es ist so schön kuschelig und in Kombination mit dem floralen Rockstoff auch nicht zu rustikal. Und wie heißt es so schön, es gibt kein schlechtes wetter, nur die unpassende Kleidung. Kein echter Trost, aber immerhin ein kleines Plädoyer für eine Ganzjahres-Garderobe!






Hemd Uniqulo
Rock H&M
Gürtel Joop(vintage)
Schuhe Ludwig Reiter
Tasche Parentesi
Armbänder Ledrschule Santa Croce, DIY


Mittwoch, 20. Mai 2015

mixed patterns 2

Den Post-Titel gab´s hier schon mal (wie auch die Hose, hier), aber etwas Kreativeres ist mir gerade nicht eingefallen und zum heutigen Outfit passt es. Das Kombinieren verschiedener Muster macht Spaß, vielleicht inspiriert mich ja auch die z. Zt. üppig blühende Vegetation. Wer weiß das schon? Ich ziehe auf jeden Fall aus dem Schrank, wonach mir gerade ist, mal wild, mal schlicht, mal farbig, mal gedämpft und heute eben mal Blumen zu Hahnentritt.





Montag, 18. Mai 2015

khaki

Khaki ist eine "der" Sommerfarben 2015. Wie bei  den meisten Trends ist diese Farbe jetzt ja auch nichts Neues, sondern immer schon da gewesen und ergo in einem über lange Jahre angewachsenen Kleider-Fundus, garantiert aufzufinden. Ich mag die Farbe, ist sie doch unaufgeregt und eher neutraler Natur. Das heißt, sie passt zu vielen anderen Farben, wird aber am liebsten und um der Modernität willen z.Zt. mit anderen Naturtönen oder aber monochrom von Kopf bis Fuß getragen. Dem habe ich Folge geleistet und herausgekommen ist das folgende, entspannte Outfit.





Jacke Boy by Band of Outsiders
Pullover H&M
Hose Zara
Schuhe Ash
Brille Ray Ban

Donnerstag, 14. Mai 2015

classic with a modern twist

Es gibt so ein paar Dinge in der Mode, die immer gehen, die sozusagen eine sichere "Bank" sind. Dazu gehört die Farbe schwarz sowie auch das klassische Streifen-Shirt. Und manchmal kombiniert man die beiden Klassiker einfach. Das ist nicht aufregend oder neu, sieht aber meistens gut aus. Um einen neuen Aspekt in dieses sichere Styling zu bringen, hab´ ich wenigstens eine der neuen langen Westen und hohe Sandaletten (erstaunlicherweise sogar ziemlich bequem!) dazu angezogen. Fertig ist ein klassisches Outfit mit einem modernen Twist.





Weste Rare
Pullover H&M
Hose Zara
Schuhe Dune
Brille See Concept

Dienstag, 12. Mai 2015

wide leg pants

Es gibt ja so Dinge, die immer mal wiederkehren, aber dadurch dummerweise nicht schöner werden. Eins dieser Dinge sind die Hosen mit den weiten Beinen. Ich meine jetzt nicht Marlene-Hosen, nein, die sind ja noch elegant und nicht entstellend unvorteilhaft. Aber die anderen Exemplare größtenteils schon und sogar noch schlimmer finde ich die jetzt so gehypten Culottes. Ich habe noch nie (wirklich nie) jemanden darin gesehen, der wirklich gut oder schön proportioniert darin ausgesehen hätte - nicht mal 1,80 m große Models mit 50 kg Körpergewicht. Die Dinger machen einfach kurze Beine. Ich besaß solche Hosen schon in den 80er-Jahren, aber schon da haben sie nicht wirklich gut an mir ausgesehen. Leider vergisst man so schnell und je öfter man so etwas dann wieder angepriesen bekommt, umso anfälliger werde ich für eine Neuauflage - geht das nur mir so? Jedenfalls habe ich gestern auch meine weiten Hosen angezogen und versucht sie halbwegs vorteilhaft zu stylen. Das Ergebnis hat mich wenig überzeugt, wobei die Fotos noch nicht mal das wahre Ausmaß des Hosen-Desasters zeigen. Ich werde nach diesem Versuch, denke ich, allen weiteren Versuchungen mir womöglich noch ein kürzeres (sprich: Culottes) Exemplar zuzulegen, gelassen widerstehen. Ein Foto kann ja manchmal so heilsam sein!
P.S.: Ich habe jetzt tatsächlich (endlich) einen Funk-Fernauslöser plus Stativ für meine Kamera und bin somit in der Lage, meine Outfit-Fotos ganz allein zu schießen. Das hier ist sozusagen eine Premiere und erklärt auch das kleine Gerät in meiner rechten Hand.






Jacke Nümph
Bluse H&M
Hose Exté
Schuhe Viamaestra
Brille Ray Ban 




Dienstag, 21. April 2015

relaxed at the mediterranean sea

Heute gibt´s einen "Post-Urlaubs-Post" von der Côte d´Azur, wo ich 8 Tage über Ostern verbracht habe. Als ich noch Kind war, habe ich hier oft mit meinen Eltern Oster-Urlaub gemacht, aber das ist inzwischen fast 40 Jahre her und so war ich gespannt, ob ich die französische Riviera noch so vorfinde, wie ich sie in Erinnerung hatte. Und siehe da, vieles kannte ich noch von damals, vieles ist so geblieben wie es war, einiges hat sich verändert, manches ist schöner geworden, manches schlechter. Da wäre z.B. Nizza, eine Stadt, die ich nicht als besonders attraktiv oder großstädtisch in Erinnerung hatte, die aber jetzt einen sehr guten Eindruck mit ihren vielen innerstädtischem Grün und einer großen Einkaufszone bei mir hinterlassen hat. Klar, die Lage am Meer ist natürlich auch ein deutliches Plus, denn was könnte schöner sein als nach einer Shopping-Tour, entspannt einen Apéritif am Strand zu nehmen. Auch die kleinen Orte wie Villefranche, St.Paul de Vence oder Èze Village haben mir wieder gut gefallen. Was aber uneingeschränkt zu 90% richtiggehend hässlich ist, ist Monte Carlo. Tut mir leid, aber dieser Stadt kann ich tatsächlich nichts abgewinnen. Hier spürt man nichts von der entspannten Lebensart oder gar der vom Klima begünstigten Vegetation der anliegenden Städte und Dörfer. Hier gibt´s nur Hochhäuser - das war´s. Also haben wir unsere Zeit in unserem Urlaubsort Villefranch-sur-Mer sehr genossen, wo es mittags fast schon sommerliche Temperaturen gab. Dieses lässig Französische habe ich versucht, schon beim Kofferpacken (das ich wirklich hasse!) zu berücksichtigen und mich bemüht einen "meer-tauglichen" Stil zu finden, der nicht zu "über-styled" ist. Ob´s mir gelungen ist, könnt ihr jetzt begutachten.


Menton

Blazer Ralph Lauren
Pullover other stories
Bluse Tom Tailor
Hose Zara
Schuhe SUS
Tasche Le Solim
Brille Ray Ban Aviator




 Villefranche-sur-Mer


Èze Village, Jardin exotique

 Bluse Zara
Rock Space Style Concept
Schuhe Nike Air Force1
Brille Ray Ban Wayfarer

Monaco, Musée Océanographique

 Monte Carlo

 Nizza



 Blazer Ralph Lauren
Shirt Esprit
Hose Mango
Schuhe SUS




 St.Paul de Vence

 Nizza, Musée Matisse

Nizza, Musée Chagall
Mantel Zara
Kleid American Retro
Shirt Esprit


 Villefranche-sur-Mer



Mantel, Hemd H&M Trend
Hose Zara
Schuhe SUS

 Nizza