Sonntag, 16. Februar 2014

karl lagerfeld - parallele gegensätze - der eröffnungsabend

Am Freitagabend war es endlich soweit: die Eröffnung der Ausstellung "Parallele Gegensätze", in der unter anderem Fotografien, Zeichnungen, Buchkunst und Haute Couture von Karl Lagerfeld gezeigt werden. Für den Abend war das Erscheinen des Herrn Lagerfeld höchstselbst angekündigt. Das wollten wir (meine Töchter und ich) uns selbstverständlich nicht entgehen lassen, denn wie oft hat man schon die Gelegenheit den "König" in persona zu sehen? Also haben wir uns dem Anlass entsprechend gestylt (meine Töchter in ihren selbst entworfenen KL-Shirts) und uns auf den Weg nach Essen ins Museum Folkwang gemacht. Der Weg ist nicht allzu weit, eine gute halbe Stunde Fahrzeit, und wir waren angekommen. Parkplatz? Kein Problem, die Garage unter dem neben dem Museum liegenden Hotel war fast leer. Dann, anstehen. Die Schlange hatte gegen 18.10Uhr eine noch akzeptable Länge von ca. 50 Metern. Das Wetter wurde allerdings von Minute zu Minute grausiger, immer heftiger werdender Regen, zum Schluss noch mit Wind, damit man schlussendlich auch wirklich schön rundum durchnässt war. Egal, wir wollten nicht aufgeben. Dann um 19.00 Uhr wurde plötzlich die Schlange aufgelöst. Was bis jetzt ordentlich und diszipliniert abgelaufen war, wurde plötzlich zum archaischen Recht des Stärkeren. Alles stürmte los und drängte sich an die Absperrgitter. Wer vorher hinten angestanden hatte, drängte nun nach vorn. Da ich grundsätzlich kein Freund von Massenaufläufen bin, haben wir uns etwas abseits, sprich also jetzt ganz hinten, angestellt. Ab jetzt wurden ohne erkennbares System, mal hier, mal da, ein paar Menschen durch das Gitter eingelassen. Als wir endlich an der Reihe waren, schritten wir hoffnungsfroh die Treppe zum Museumseingang hinauf, um dort von der nächsten langen Schlange erwartet zu werden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 1 und1/4 Stunden in Regen und Wind verbracht und haben aufgegeben. Zurück im Parkhaus, haben wir dann doch überlegt, einen Drink zum Aufwärmen in der Hotelbar zu nehmen, und es anschließend noch einmal mit dem Museum zu versuchen.(Wie wir in der Bar feststellten, hatte meine jüngere Tochter inzwischen blaue Finger, deren Wiederbelebung lange 20 Minuten im Waschraum unter warmen Wasser benötigten!) Nach einem heißen Kakao ging es dann wieder gut genug, um einen weiteren Anlauf zu starten. Und siehe da, wir kamen an und gingen rein, keine Schlange, kein Warten, nichts. Karl Lagerfeld war natürlich längst entschwunden - die Enttäuschung meiner Töchter ziemlich groß. Die Ausstellung? Sehr sehenswert, sehr umfangreich, aber wer hier viel Fashion erwartet, ist eher falsch. Ein Großteil machen die großartigen Fotografien aus. Ich persönlich liebe die Haute-Couture-Entwurfszeichnungen für Chanel.
Aber bevor ich fachunkundige Beurteilungen abgebe, seht Euch die Fotos an, die man zum Glück machen durfte. Mein Fazit: eine tolle Ausstellung, die man sich aber auch ganz entspannt ein par Tage später hätte gönnen können, da Herr Lagerfeld für das gemeine Volk eh´ nicht zu sehen war und die Organisation dieses Eröffnungsabends schlichtweg katastrophal war.





















































Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen